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Schutz älterer Menschen gegen Gewalt und Betrug

24. April 2026 – Wer im Alter Opfer von Gewalt oder Betrug wird, darf nicht zuerst herausfinden müssen, welche Stelle zuständig ist. Hilfe muss sofort verständlich und greifbar sein.

Immer mehr ältere Menschen werden Opfer von Gewalt, Betrug oder Ausnutzung und finden danach oft nur schwer den Weg zur richtigen Unterstützung. Ein neues Postulat der Mitte Fraktion im Grossen Stadtrat Luzern fordert deshalb eine bessere Koordination der bestehenden Angebote.

Betroffene verlieren sich im System
In Luzern bestehen zahlreiche Angebote – von der Polizei über die Opferhilfe bis zu Beratungsstellen und Altersdiensten. Doch genau diese Vielfalt wird für Betroffene oft zum Problem. Zuständigkeiten sind unklar, Abläufe kompliziert und eine durchgehende Begleitung fehlt. Gerade ältere Menschen sind in solchen Situationen besonders verletzlich. Viele melden Vorfälle aus Scham oder Unsicherheit gar nicht erst oder brechen den Prozess ab, weil er zu komplex ist.

Gewalt passiert oft im Verborgenen
Gewalt gegen ältere Menschen findet häufig im sozialen Nahbereich statt. Gleichzeitig nehmen Betrugs- und Cyberdelikte zu, bei denen Täter gezielt ältere Personen ins Visier nehmen. Mit dem demografischen Wandel wird sich diese Problematik weiter verschärfen. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene im Ernstfall schnell Orientierung erhalten und nicht zwischen verschiedenen Stellen hin- und hergeschoben werden.

Stadt soll Koordination stärken
Das Postulat unserer Grossstadträte Senad Sakic-Fanger und Diel Schmid Meyer verlangt vom Stadtrat zu prüfen, wie die Unterstützung für ältere Opfer konkret verbessert werden kann. Im Zentrum steht dabei nicht der Aufbau neuer Strukturen, sondern eine bessere Vernetzung und Abstimmung. Ziel ist eine klare, verständliche Begleitung, eine Art „roter Faden“ für Betroffene vom ersten Kontakt bis zur Unterstützung.

Klare Hilfe statt Zuständigkeitsfrage
Der Vorstoss setzt auf einen pragmatischen Ansatz und will Bestehendes gezielt verbessern statt neue Strukturen aufzubauen. Entscheidend ist, dass Hilfe schnell, verständlich und ohne Umwege bei den
Betroffenen ankommt. Für Betroffene zählt nicht, wer zuständig ist, sondern dass jemand da ist, der sie durch die Situation begleitet.

Heute gibt es viele gute Angebote, aber sie greifen zu wenig ineinander. Genau das wollen wir ändern.

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Postulat Schutz älterer Menschen PDF Datei von 5. Juni 2026

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