Ein neues Hallenbad für Luzern!
10. März 2025 – Im Hallenbad Allmend wird der Platz zunehmend knapp. Der Stadtrat soll daher die Schaffung eines einfachen Hallenbades prüfen, um den Bedarf an Wasserflächen für den obligatorischen Schwimmunterricht und die Sportvereine auch zukünftig zu decken.
Das Hallenbad Allmend ist eine Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2024 wurden 259’811 Gäste1 gezählt. Das waren deutlich mehr als im Vorjahr mit 246’677 Gästen und weit über der ursprünglichen Planrechnung von jährlich 190’000 Gästen. Seit der Eröffnung im Sommer 2012 lagen die Besucherzahlen – mit Ausnahme der Coronazeit – stets über den Prognosen (s. Bericht in der LZ).
So erfreulich diese Entwicklung ist, führt der steigende Besucherdruck doch zu einer zunehmenden Belastung der vorhandenen Infrastruktur. Durch das Bevölkerungswachstum und den obligatorischen Schwimmunterricht an den Schulen nimmt der Bedarf an ganzjährig verfügbaren Wasserflächen weiter zu. Die derzeitige Kapazität ist nicht ausreichend, um diese Nachfrage langfristig zu decken.
Der Stadtrat hat diese Problematik erkannt. Im Rahmen des regionalen Sportanlagenkonzeptes von Luzern Plus für die K5-Gemeinden wird auch die Zukunft der Hallenbäder behandelt. Eine gemeindeübergreifende Koordination ist sinnvoll und notwendig. Allerdings wird es noch Jahre dauern, bis die Strategie vorliegt und ein möglicher Neubau realisiert werden kann.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob für den Schulschwimmsport in Luzern zusätzlich ein einfaches Hallenbad, idealerweise im Rahmen der bestehenden (Schul-)Sportstätten, realisiert werden könnte. Dies würde nicht nur eine Entlastung des Hallenbades Allmend im Hinblick auf den steigenden Schulschwimmbedarf ermöglichen, sondern auch den Wasserflächenbedarf der Sportvereine verringern, die derzeit oft um feste Trainingszeiten kämpfen. Mögliche Standorte bei den Schulen im Stadtteil Littau/Reussbühl oder im Würzenbach würden auch die Reisezeiten für Lehrpersonen und Lernende verkürzen.
Unsere Grossstadträte Mirjam Fries, Roger Sonderegger und Peter Gmür sowie Mitunterzeichner von GLP, FDP und SVP ersuchen den Stadtrat, die Machbarkeit eines solchen Hallenbads zu prüfen und eine entsprechende Planung aufzunehmen, um den steigenden Bedarf der Schulen und Sportvereine zu decken.
